die gattung hosta beinhaltet ca. 22 arten und zählt zur unterfamilie der agavengewächse (agavoideae) innerhalb der spargelgewächse (asparagaceae). die oft schatten liebenden pflanzen sind umgangssprachlich als funkien oder herzblattlilien bekannt.
das natürliche verbreitungsgebiet liegt in nordost- und ostasien (u. a. china, japan, korea, russland).
im handel sind viele sorten zu erhalten, in verschiedenen größen, mit einfarbigen oder gemusterten blättern. die kleinen eignen sich auch für die ganzjährige kultur im balkonkasten, topf oder kübel.
die vertreter der gattung hosta gelten gemeinhin als pflanzen für den halbschattigen bis schattigen standort. wenn der boden ausreichend feucht ist, kommen einige arten/sorten aber auch mit einem sonnigen plätzchen zurecht. darüber informiert man sich am besten beim kauf.
schnecken können vor allem für die kleinwüchsigen funkien zum problem werden. es sind aber auch arten/sorten zu erhalten, die bei den schleimigen kriechern nicht ganz so beliebt sind.

hosta “golden tiara” ist eine auf h. capitata (syn. nakaiana) basierende zuchtform. sie wird ca. 40 zentimeter hoch.

hosta minor

hosta sieboldii “gingko craig”

hosta ventricosa
hosta (funkien) vermehren
die einfachste art funkien zu vermehren, ist durch teilung. man kann sie aber auch aus samen anziehen. die werden entweder auf die erde gelegt und leicht angedrückt, oder dünn damit bedeckt.
als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. es eignet sich aber auch blumen- oder anzuchterde. die hält man gleichmäßig feucht, aber nicht nass. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, stülpt man einen gefrierbeutel über den topf. damit sich kein schimmel bildet, muss einmal täglich gelüftet werden.
bei temperaturen zwischen 20-25 grad während des tages und ca. 18 grad in der nacht, zeigten sich die ersten keime bereits nach einer woche.
der ideale standort für die aufzucht der jungen funkien ist hell, aber ohne direkte sonne.


ca. vier wochen alter sämling


